Madeira führt Wanderregeln ein: Touren ab sofort kostenpflichtig
Mit spektakulären Gipfeln, schmalen Levada-Pfaden und Ausblicken, die man so schnell nicht vergisst, gilt Madeira als echtes Wanderparadies. Doch wer sich davon in diesem Jahr selbst überzeugen möchte, muss sich auf neue Regeln einstellen. Ab sofort müssen Aktivurlauber vor ihren Touren ein Zeitfenster reservieren und 4,50 Euro pro Person zahlen, denn Madeira hat ein neues Buchungs- und Bezahlungssystem für seine offiziellen Wanderwege eingeführt. Ausgenommen von der Gebühr sind Kinder unter zwölf Jahren sowie Einheimische. Der Zugang ist nach Buchung nur innerhalb eines festen 30-Minuten-Zeitfensters erlaubt, dazu gibt es ein Besucherlimit pro Zeitraum. Betroffen sind nahezu alle bekannten Routen, darunter Klassiker wie der Weg zum „Pico do Areeiro“ oder zum „Pico Ruivo“, dem höchsten Berg der Insel. Hintergrund ist der stetig wachsende Andrang: Immer mehr Besucher strömen die beliebten Pfade, was nicht nur zu überlaufenen Wegen, sondern auch zu Belastungen der Natur und Infrastruktur führte. Mit den neuen Regeln sollen Staus auf den Wegen vermieden werden. Wer ohne gültiges Ticket unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld von bis zu 50 Euro. Doch das neue Konzept wirft noch einige Unklarheiten auf. Urlauber fragen sich, wo genau ein kostenpflichtiger Weg beginnt, ob spontane Abstecher erlaubt sind und wie man unterwegs zahlen kann, wenn man ungeplant eine neue Route einschlagen möchte. Klar ist jedoch: Spontan die Wanderschuhe schnüren und loslaufen ist in Madeira ab sofort nicht mehr möglich.
