
Postkartenlandschaft garantiert: Die schönsten Seen Kanadas
Über zwei Millionen Seen warten in Kanada darauf, entdeckt zu werden - mehr als in keinem anderen Land der Welt. Manche davon sind weltbekannte Fotomotive, andere verstecken sich in abgelegenen Nationalparks und sind nur über Wanderwege erreichbar. Doch wer durch die kanadischen Rocky Mountains reist oder Kanadas Wildnis im Westen und Osten erkundet, stößt fast zwangsläufig auf die Naturjuwelen, die acht Prozent der Landesfläche ausmachen. Hier sind neun Seen, die einen Besuch lohnen.
Lake Louise, Alberta
Der Lake Louise im Banff-Nationalpark gehört zu den bekanntesten Seen Kanadas. Umgeben von hohen Bergen und Gletschern schimmert das Wasser in einem intensiven Türkis. Das Panorama wirkt fast wie gemalt und ist deswegen auch eines der berühmtesten Fotomotive der kanadischen Rockies. Entsprechend voll kann es hier werden: Wer einen Parkplatz ergattern möchte, sollte am besten früh morgens oder erst am späten Nachmittag anreisen. Für das Parkticket werden rund 23 Euro fällig, alternativ gibt es auch Shuttle-Services, die Besucher bequem zum See bringen.
Moraine Lake, Alberta
Wer es nicht ganz so überlaufen mag, findet nur 14 Kilometer vom Lake Louise entfernt eine ebenso spektakuläre Alternative: den Moraine Lake. Die berühmten Ten Peaks spiegeln sich hier im klaren Wasser und sorgen für eine wunderschöne Kulisse. Besonders beliebt ist der Aussichtspunkt „Rockpile“, der den perfekten Blick auf den See bietet. Früh aufstehen lohnt sich auch hier: Beim Sonnenaufgang tauchen die ersten Lichtstrahlen die Bergspitzen in warmes Gold.
Emerald Lake, British Columbia
Der Emerald Lake im Yoho-Nationalpark macht seinem Namen alle Ehre. Sein Wasser leuchtet in einem intensiven Smaragdgrün und ist von dichten Wäldern und Berggipfeln umgeben. Ein Rundweg führt einmal um den See und bietet immer wieder neue Perspektiven auf die Landschaft. Im Sommer laden Bootsfahrten und Wanderungen zu einem Besuch ein, im Winter verwandelt sich die Gegend in ein ruhiges Langlauf- und Schlittschuhgebiet.
Peyto Lake, Alberta
Neben dem Lake Louise und dem Moraine Lake ist auch der Peyto Lake im Banff-Nationalpark zu finden. Von oben betrachtet erinnert die Form des Sees an einen Wolfskopf – ein Detail, das ihn besonders bekannt gemacht hat. Der kurze Weg zum Aussichtspunkt lohnt sich, denn von dort aus eröffnet sich ein Panorama auf türkisfarbenem Wasser, Wäldern und den Gipfeln der Rocky Mountains.


Maligne Lake, Alberta
Mit über 22 Kilometern Länge zählt der Maligne Lake im Jasper-Nationalpark zu den größten Seen der Rockies. Auf dem See befindet sich die kleine Halbinsel „Spirit Island“, die gerne als Fotomotiv genutzt wird. Bootstouren bringen Touristen ganz nah an die ikonische Insel. Rund um den See führen außerdem zahlreiche Wanderwege durch Wälder und entlang beeindruckender Berglandschaften.
Garibaldi Lake, British Columbia
Der Garibaldi Lake im gleichnamigen Garibaldi Provincial Park ist ein echtes Highlight für Outdoor-Fans. Der See ist nur zu Fuß erreichbar und das über einen rund 18 Kilometer langen Wanderweg, der durch Wälder und Blumenwiesen führt. Oben angekommen jedoch wartet eine Aussicht, für das sich die Wanderung gelohnt hat. Viele Besucher bleiben gleich über Nacht und schlagen ihr Zelt am Ufer auf.
Abraham Lake, Alberta
Obwohl der Abraham Lake künstlich angelegt ist, wirkt seine Landschaft alles andere als künstlich. Besonders im Winter zieht er Fotografen und Entdecker aus aller Welt an, denn dann entstehen unter der Eisoberfläche eingeschlossene Methanblasen, die aussehen wie eingefrorene Kunstwerke. Zusammen mit den Bergen im Hintergrund ist das eine einzigartige Winterkulisse.
Lake Minnewanka, Alberta
Der Name dieses Sees stammt von dem indigenen Volk der Nakoda und bedeutet so viel wie „Wasser der Geister“. Die Nakoda besiedelten die Gegend rund um den See bereits vor 10.000 Jahren, daher ist der See nicht nur reich an Natur, sondern auch an Geschichte. Etwas geisterhaft ist hier jedoch nur die versunkene Siedlung unter der Wasseroberfläche, was den See zu einem spannenden Ausflugsziel für erfahrene Taucher macht.
Lake O’Hara, British Columbia
Der Lake O’Hara gilt als einer der schönsten, aber auch exklusivsten Seen Kanadas. Um die empfindliche Natur zu schützen, ist der Zugang streng limitiert. Wer jedoch früh genug reserviert, wird mit einer beeindruckenden alpinen Landschaft belohnt. Rund um den See führen Wanderwege zu Aussichtspunkten, Wildblumenwiesen und stillen Bergseen.

