Trinkgeld im All-Inclusive-Hotel: wertschätzend oder unnötig?
All Inclusive klingt erst einmal nach: im Vorhinein bezahlen und vor Ort nicht mehr ständig ans Portemonnaie denken müssen. Unterkunft, Essen, Snacks und Getränke sind schließlich schon im Reisepreis enthalten, aber wie sieht es denn mit dem Trinkgeld aus? Laut Knigge-Expertin Linda Kaiser ist auch im All-Inclusive-Urlaub ein kleines Dankeschön durchaus üblich, aber eben freiwillig. Besonders passend ist Trinkgeld dort, wo der Service persönlich wird. Zum Beispiel, wenn das Gepäck aufs Zimmer gebracht wird, der Zimmerservice kommt oder die Zimmerreinigung besonders aufmerksam ist. Im Buffetrestaurant sieht es etwas anders aus: Hier ist Trinkgeld weniger verbreitet, weil man sich vieles selbst holt. Wird man am Tisch bedient oder besonders freundlich betreut, kann ein kleiner Betrag trotzdem gut passen. Wie viel angemessen ist, hängt laut Kaiser weniger vom Hotelkonzept ab als vom Reiseland. Ob All inclusive oder nicht, entscheidend sind die Gewohnheiten vor Ort. Als grobe Orientierung gelten ein bis zwei Euro pro Gepäckstück, ein bis zwei Euro pro Tag für die Zimmerreinigung und rund zehn Prozent beim Zimmerservice. Doch Achtung: Es gibt Hotelmarken, die auf eine klare „kein Trinkgeld“-Regel hinweisen. Um das herauszufinden, können Urlauber an der Rezeption nachfragen oder in den Nutzungsregeln der Unterkunft nachlesen.
