Keine Party mehr am Ballermann: Mallorca investiert in Kulturtourismus
Die Baleareninsel will ihr Image grundlegend verändern und sagt dem klassischen „Ballermann-Tourismus“ den Kampf an. Dafür sind Investitionen in Höhe von rund 350 Millionen Euro geplant, damit sich die Hauptstadt Palma langfristig neu ausrichten, und stärker als Kulturdestination positionieren kann. Ein zentraler Schritt hierbei: die Neugestaltung der berühmten Playa de Palma, die vielen wohl eher als „Ballermann“ bekannt ist. In den kommenden Jahren soll das Gebiet deutlich aufgewertet werden. Das Ziel: weniger exzessiver Party-Tourismus, mehr hochwertige Angebote und damit ein größeres Angebot für zahlungskräftige Kulturreisende. Passend dazu setzt die Stadt auf eine stärkere Polizeipräsenz, um auch die Regeln, die seit Anfang des Jahres am Ballermann gelten, zu kontrollieren. Alkoholkonsum auf der Straße und am Strand ist mittlerweile verboten (Bußgelder 500–1500 Euro), gleiches gilt für „Sonnen Oben-ohne“, nackter Oberkörper abseits des Strandes, und „Eimersaufen“. Die Kleiderordnung wird nun auch in Lokalen kontrolliert und der Alkoholverkauf in Geschäften endet um 21.30 Uhr. Darüber hinaus sind bauliche Veränderungen geplant, um typische Partyszenen direkt am Strand unattraktiver zu machen. Beispielsweise soll die Strandmauer entfernt werde, die zwar den Sand von der Straße trennt, aber eher als Treffpunkt zum öffentlichen Trinken genutzt wird. Langfristig soll auch die Anzahl der Betten reduziert und alte Hotelanlagen durch neue Konzepte, wie Wohnraum oder öffentliche Einrichtungen, ersetzt werden.
