Öko-Freizeitpark wieder eröffnet: Sachsens neue nachhaltige Märchenwelt
Dreizehn Jahre Bauzeit, mehr als 100 „ehrenamtliche“ Mitarbeitende und ausschließlich Naturmaterialien, die verwendet wurden: Im sächsischen Beiersdorf bei Grimma eröffnete letztes Jahr „ArkaZien“, Deutschlands erster Öko-Freizeitpark. Nach der Winterpause geht es seit April wieder los – und das mit neuen nachhaltigen Attraktionen. Statt Achterbahn, Halligalli und Fast Food geht es um entschleunigtes Erleben, naturnahe Gestaltung und regionale Küche. Die Vision, die in mehr als einem Jahrzehnt Handarbeit entstand, hatte Günther Ziegler, Gründer von „Ziegler Spielplätze von A–Z“. Er plante die märchenhafte Welt aus Holz auf dem Gelände einer ehemaligen Tongrube. Auf drei Hektar Fläche ist ein Park entstanden, der mit 20 naturnah gestalteten Themenwelten zum Entdecken einlädt. Holz, vor allem Robinie, auch „falsche Akazie“ genannt, ist das prägende Baumaterial. Beides kommt im Parknamen „ArkaZien – verbunden mit dem „Z“ aus dem Familiennamen des Gründers.
Am Bau waren rund 100 Mitarbeitende Zieglers beteiligt, die neben ihrem Tagesgeschäft das Großprojekt stemmten. Recycelte Altbauteile, begrünte Dächer, insektenfreundliche Bepflanzung und stromsparende LED-Beleuchtung tragen neben dem Holz zum Umweltschutz bei. Wer auf klassische Fahrgeschäfte hofft, wird hier bewusst nicht fündig. Stattdessen können Besucher durch einen Dschungel laufen, ein Eidechsenschloss besuchen oder sich in einem Weidenlabyrinth verlieren. Eine Goldwaschanlage gibt es ebenso zu entdecken wie ein Fischerdorf und einen Marktplatz mit kleinen Läden. In diesem Jahr neu: eine mehrstöckige Murmelbahn, ein barrierefreies Sandspielareal und eine Puppenhausstadt. Auch Cola und Pommes sucht man in „ArkaZien“ vergeblich. Stattdessen sind regionale, vorwiegend vegetarische Speisen, im Angebot, die auf Mehrweg-Geschirr serviert werden. Die tägliche Besucherzahl ist auf 1500 Personen begrenzt – auch um Erfahrungen im realen Betrieb zu sammeln. Eintrittskarten sind ab 13 Euro erhältlich, auch in digitaler Form zur Einsparung von Papier.
