Skurriler Ostsee-Wanderweg: „Arschlochpfad“ lädt nach MeckPomm ein
Ein gemütlicher Waldspaziergang nahe der Ostsee und plötzlich steht man vor einer Skulptur von Wladimir Lenin oder Donald Trump: Klingt skurril, ist aber auf dem „Arschlochpfad“ Programm. Der Wanderweg in Klein Strömkendorf in Mecklenburg-Vorpommern trägt offiziell den Namen „Lehrpfad der unholdigen Personen“ und geht auf die Idee von Hotelbesitzerin Marita Gronau und ihrem verstorbenen Mann zurück. Das Ehepaar ließ im Gutswald ihres „Ostsee-Gutshaus“ aus dem 17. Jahrhundert auf 1,3 Kilometern Bronze-Skulpturen von Politikern aufstellen, die in ihrer Amtszeit international stark umstritten waren oder sind. So machen jetzt nicht nur Lenin und Trump, sondern auch George W. Bush, Erich Honecker, Recep Tayyip Erdogan und Nikita Chruschtschow das ostdeutsche Dorf für einen besonderen Spazierweg berühmt. Die verewigten Personen werden auch auf besondere Art und Weise dargestellt: So zeigt sich beispielsweise Donald Trump mit stürmischer Frisur und erhobenem Mittelfinger, während die Statue von Ex-Präsident Bush ein schreiendes Baby hält. Und weil der „Arschlochpfad“ rasch gegangen ist, sitzt es sich danach bald entspannt bei Kaffee und Kuchen im „Ostsee-Gutshaus“ mit Blick aufs Meer.
